Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Haben Sie in der letzten Woche mein Webtagebuch vermisst? Tja, ich auch. Ich muss gestehen, dass ich einfach nicht dazu gekommen bin. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, das Webtagebuch täglich zusätzlich zu meiner Arbeitsdokumentation zu führen. Aber irgendwie hätte ich das Schreiben des Webtagebuchs als Freizeit erachtet, und damit hätte ich meine Arbeit immer wieder für ein Privatvergnügen unterbrochen. Und meine Liebste und ich haben gerade zu schätzen gelernt, wie gut ein geregelter Arbeitstag tut, wenn er auch manchmal richtig lang ist. Sagen kann ich, dass unsere Freizeit ziemlich viel aus dem Lesen von Römerkrimis bestand. Ich nehme an, dass ich schon mal geschrieben habe, dass die Reihe “Senatus Populus que Romanus” nicht vor allem wegen der eigentlichen Kriminalfälle interessant ist, sondern wegen der extrem lebendig dargestellten Personen. Man hat das Gefühl, dass die Römerzeit vor einem wiederersteht, die Zeit, als die römische Republik sich ihrem Ende neigte. Und man fragt sich angesichts derr Masse an gewissenlosen und selbstsüchtigen Politiker schon, ob man da nicht parallelen zur heutigen Zeit ziehen kann. Der Glaube an Gerechtigkeit und justizielle Unbestechlichkeit, den man als guter Demokrat sicher einmal gehegt hat, kommt einem abhanden, wenn man sich überlegt, wie Politik eigentlich funktioniert.
Tja, und weil ich praktisch kein Webtagebuch geschrieben habe, werde ich jetzt einfach mal meine Arbeitsdokumentation der letzten Woche hier hineinkopieren und ein wenig kommentieren, damit ihr euch ein Bild machen könnt, was hier so los war. Und außerdem versuche ich mich mal mit mir zu einigen, ob ich meine Leser sieze uder dutze, wie seht ihr das? Oder Sie?
Hier also meine zweite Woche 2010:
11.01.
08:04 Uhr: Arbeitsbeginn.
08:09 Uhr:
Mails bearbeitet.
08:20 Uhr:
Twitternachrichten bearbeitet.
08:26 Uhr:
Vergeblicher Versuch, Ottmar Miles-Paul zu erreichen. Wollte mit ihm ein Interview über sein zweijähriges Amtsjubiläum als Behindertenbeauftragter sprechen.
08:28 Uhr:
Vergeblicher Versuch, das Sekretariat von Prof. Wolfgang Franz zu erreichen. Hier ging es um den Vorschlag, das Arbeitslosengeld um 100 Euro zu kürzen.
08:31 Uhr:
Noch mal Twitter gelesen, jetzt aber schluss.
08:48 Uhr:
Recherche für historische Ereignisse für den 25.01. beendet.
08:51 Uhr:
Erfolglos versucht, Ottmar Miles-Paul zu erreichen.
09:05 Uhr:
Historische Ereignisse für den 25.01. fertig geschrieben.
09:08 Uhr:
Vergeblicher Versuch, das Sekretariat von Prof. Franz zu erreichen.
09:11 Uhr:
Versucht, Ottmar zu erreichen, er ist aber unterwegs. Im Zug nützt er mir nichts.
09:13 Uhr:
vergeblich versucht, Michael Herbst zu erreichen. Er ist Geschäftsführer des DVBS, und mit ihm wollte ich über die neue DIN-Norm zu Kontrasten im öffentlichen Raum sprechen, es geht darum, dass Menschen mit Sehbehinderung z. B. Schilder und Hinweise besser lesen können.
09:22 Uhr:
Recherche bei Kobinet zu möglichen Interviewthemen durchgeführt.
09:24 Uhr:
Termin mit Prof. Franz für morgen um 10 Uhr vereinbart.
09:36 Uhr:
Gespräch mit Michael Herbst zur Vorbereitung eines Interviews zur DIN-Norm über Kontraste geführt.
10:02 Uhr:
Literaturecke hochgeladen und meinen Arbeitsordner von letzter Woche aufgeräumt.
10:17 Uhr:
Zur Volkssolidarität und zu deren Präsident Prof. Dr. Gunnar Winkler recherchiert. Sie wehren sich massiv gegen die Kürzung des Arbeitslosengeldes.
10:20 Uhr:
Interviewanbahnungsgespräch mit der Volkssolidarität geführt.
10:27 Uhr:
Mail an Volkssolidarität angefangen, damit die Pressestelle mein Anliegen kennt.
10:48 Uhr:
Interview mit Michael Herbst zur Kontrastenorm geführt und.
10:51 Uhr:
Mail an die Volkssolidarität zuende geschrieben.
11:13 Uhr:
historische Person Ernst Nolte für heute aufgelesen und geschnitten und hoch geladen, sowie Metin darüber telefonisch informiert. Metin Gemril ist der Chefredakteur der Sendung 17-20 bei Ohrfunk.de.
11:41 Uhr:
Interview mit Michael Herbst geschnitten und hochgeladen.
11:49 Uhr:
Mit Metin telefoniert und über Beiträge informiert.
11:56 Uhr:
Ohrfunkmail geschrieben mit Beiträgen für heute und morgen.
12:10 Uhr:
Themenrecherche via Twitter durchgeführt, einige interessante Dinge gefunden, wie satirisches Buch mit Absagen auf Stellenanzeigen in Zeitungen. Vielleicht ein Interview wert?
12:33 Uhr:
Für meine Liebste Bligg heruntergeladen und bei Amazon nach dem Buch: “Mein Prinz der Callboy” gesucht. Bligg ist der schweizer Künstler, über den die Sendung Soundkasten Neues in dieser Woche u. A. ging.
12:37 Uhr:
Ohrfunkmail beantwortet. Es handelt sich um Mails in unseren Mailinglisten zur Koordination der Arbeit.
12:43 Uhr:
Tweets gelesen und Ankündigung für Ohrfunkbeiträge getwittert.
13:20 Uhr:
Historische Ereignisse für den 27.01. gemacht, ausnahmsweise, indem ich ein Großereignis von Wikipedia übernehme: Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen nach dem 2. Weltkrieg aus holländischer Gefangenschaft 1989.
13:30 Uhr:
Mails bearbeitet und zur Tagung “Wenn die Würde gewürdigt würde” recherchiert. Eine Tagung der humanistischen Union Ende dieses Monats, an der ich für Ohrfunk teilnehmen will.
13:37 Uhr:
Telefonat mit Franz-Josef Hanke von der Humanistischen Union wegen “Wenn die Würde gewürdigt würde” geführt.
15:05 Uhr:
Musik für die Party gesucht. Ich hatte in dieser Woche den Ballroom, unsere samstägliche Radioparty, durchzuführen.
15:09 Uhr:
4 Minuten Pause gemacht und mir einen Kaffee geholt.
15:46 Uhr:
Noch mal Lieder für die Party gesucht.
15:48 Uhr:
Mails gelesen.
15:58 Uhr:
Twitternachrichten gelesen, dauerte etwas länger, war viel los.
16:06 Uhr:
Volkssolidarität rief mich an, die wollen es nur im Notfall machen, denn ich soll den Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes fragen. Ein bisschen spät, oder?
16:21 Uhr:
Historische Ereignisse für den 29. Januar angefangen. Großereignis mache ich möglicherweise morgen in den Pausen.
16:30 Uhr:
Mit einem Hörer wegen technischer Probleme telefoniert.
Fertig für Heute!
12.01.
07:34 Uhr:Arbeitsbeginn.
07:37 Uhr.
Station Playlist auf den Testserver umkonfiguriert. Wir wollten eine Sendung aufzeichnen, und das machten wir, indem wir so taten, als sendeten wir live. Dazu haben wir einen nicht öffentlichen Testsendeserver.
07:49 Uhr.
Station Playlist repariert, erstellte keine Playlisten, ist für den Betrieb aber nötig.
07:52 Uhr.
Kopfhörer und Mikrofon aufgebaut.
07:53 Uhr.
Sendungsproduktion beginnt. Produziert wurde “Sondkasten Neues” für denselben Abend.
09:53 Uhr.
Sendung produziert.
09:55 Uhr.
Für Interviews den Rechner zurückkonfiguriert.
09:56 Uhr.
Twitternachricht geschrieben und um Beistand gebeten. Und zwar für das Interview mit Prof. Franz zu seinem Vorschlag zur Arbeitslosengeldkürzung.
09:59 Uhr.
erster erfolgloser Anruf bei Prof. Franz, technische Probleme, aber nicht bei mir, sondern auf der anderen Seite.
10:03 Uhr.
Zweiter erfolgloser Versuch des Interviews mit Professor Franz.
10:06 Uhr.
Dritter erfolgloser Interviewversuch mit Prof. Franz.
10:18 Uhr.
Endlich hat es geklappt. Interview geführt, zufrieden bin ich nicht.
10:36 Uhr.
Interview geschnitten.
11:08 Uhr.
Pause von 32 Minuten Länge gemacht.
11:20 Uhr.
Recherche zum paritätischen Wohlfahrtsverband und Interviewanbahnungsgespräch geführt.
11:42 Uhr.
Historische Ereignisse vom 29. Januar fertiggestellt.
11:56 Uhr.
Tweets und Mails gelesen und beantwortet.
12:00 Uhr.
Recherche zu möglichen Themen durchgeführt.
12:02 Uhr.
erfolgloser Versuch, Ottmar Miles-Paul zu erreichen und zur Konferenz der Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern zu befragen.
12:11 Uhr.
Telefonisch mit Franz-Josef Hanke vereinbart, dass er notfalls gegen Prof. Franz im Interview spricht, falls es niemand anders tut. Außerdem ihm das Interview mit Prof. Franz geschickt.
12:21 Uhr.
Stefan Müller vom Ohrfunk für die Nachrichten das Franz-Interview telefonisch angekündigt und hochgeladen.
12:26 Uhr.
Anmoderation für das Franz-Interview geschrieben und hochgeladen.
12:40 Uhr.
Für Twitterfollowerin nach Infos über HR-Info gesucht, auch an Thema “Einschränkung der Informationsfülle im öffentlich-rechtlichen Radio” gedacht. Link zu HR-Info in Klango wiederhergestellt.
12:47 Uhr.
Ohrfunkmails gelesen und bearbeitet.
13:30 Uhr.
Historische Ereignisse für den 1. Februar begonnen und bis auf das Großereignis fertiggestellt.
13:38 Uhr.
Tweets gelesen.
13:40 Uhr.
gescheiterter Versuch, Ottmar Miles-Paul zu erreichen.
13:54 Uhr.
Historische Ereignisse vom 1. Februar beendet.
14:48 Uhr.
54 Minuten Pause, ohne was besonderes zu tun, eingenickt.
15:17 Uhr.
Gespräch und Interview mit Franz-Josef Hanke geführt.
16:00 Uhr.
Interview geschnitten und hochgeladen.
16:25 Uhr.
Telefonate mit Eberhard Dietrich und Metin Gemril und Twitternachricht zur Ankündigung der heutigen Beiträge. Es handelte sich um interne Absprachen, einfache Arbeitskoordination, die man ja auch mal machen muss.
Danach war die normale Tagesarbeit eigentlich erledigt. Abends war aber noch die Vorstandssitzung des Trägervereins des Ohrfunks.
19:55 Uhr.
Pause beendet.
20:00 Uhr.
Streamvorbereitungen getroffen. Ich streamte die Sendung “Soundkasten Neues” selbst. Dann Vorstand.
22:45 Uhr.
Vorstandssitzung beendet.
13.01.
08:11 Uhr: Arbeitsbeginn.
08:18 Uhr.
Erfolglos versucht, Ottmar Miles-Paul zu erreichen.
08:34 Uhr.
Mails und Tweets gelesen.
09:04 Uhr.
Infobeiträge für heute bearbeitet.
Mittwochs ist ansonsten mein freier Tag. Wir fuhren zu Metin Gemril, wo es auch ein wenig um Ohrfunk ging. Meine Liebste las historische Personen auf, ich überspielte mir das Ohrfunkmusikarchiv.
16:34 Uhr.
Pause zuende sozusagen.
16:59 Uhr.
Interview mit Ottmar Miles-Paul geführt und Mails gelesen. Ende für heute.
14.01.
07:33 Uhr: Arbeitsbeginn.
07:44 Uhr.
Mich durch Busfahrpläne gekämpft und für meine Liebste einen Bus rausgesucht. Das lege ich mal unter Recherche ab.
08:07 Uhr.
Interview mit Ottmar Miles-Paul geschnitten.
08:27 Uhr.
Datenträger so bereinigt, dass Arbeiten mit Soundforge wieder möglich ist. Manchmal ist die Festplatte so voll, dass das Schneiden von Interviews und Beiträgen mit dem Programm Soundforge schwierig wird.
08:57 Uhr.
Mails, Tweets und dazugehörige Artikel gelesen.
09:07 Uhr.
Anmoderationen für Blitzlicht aus Brasilien und Interview mit Ottmar Miles-Paul geschrieben und das Hochladen begonnen.
09:52 Uhr.
Zum Erdbeben in Haiti, zum Beinahebruch der niederländischen Regierungskoalition wegen des Irak-Krieges und zum persönlichen Budget recherchiert.
10:02 Uhr.
10 Minuten Essenspause gemacht.
10:06 Uhr.
Erfolglos versucht, das Büro von Ilja Seifert wegen des persönlichen Budgets, und Handicap International wegen Haiti zu erreichen. Ilja Seifert ist behindertenpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag.
10:32 Uhr.
Telefongespräche mIn der Redaktion wegen Haiti geführt.
10:36 Uhr.
Erfolglose Versuche, Büro von Ilja Seifert und Handicap International zu erreichen.
10:54 Uhr.
Mit den historischen Ereignissen vom 3. Februar angefangen.
10:57 Uhr.
Mit Handicap International gesprochen. Sie schlagen Interview morgen früh vor, auch um noch mehr Infos zu kriegen. 11 Uhr Morgen.
11:19 Uhr.
historische Ereignisse vom 3. Februar vollendet.
11:59 Uhr.
Pause gemacht.
12:50 Uhr.
Viele viele bunte Tweets, Mails und die Artikel gelesen, die zu den Tweets dazugehören.
13:03 Uhr.
Kleinigkeiten im Haushalt erledigt. Muss auch mal sein.
13:23 Uhr.
private Telefongespräche geführt, also Pause gemacht.
15:00 Uhr.
Historische Ereignisse vom 05.02. angefangen.
15:10 Uhr.
Telefonat mit Andi Melofski zur Vorbereitung der Radioparty am Samstag.
15:25 Uhr.
historische Ereignisse vom 5. Februar beendet.
16:00 Uhr.
Mails und Tweets gelesen.
15.01.
Arbeitsbeginn: 09:20 Uhr.
09:25 Uhr.
Interviewanbahnungsgespräch mit Büro von Ilja Seifert geführt, Termin für Montag, 10 Uhr festgeklopft.
09:47 Uhr.
Mails und Tweets gelesen.
10:09 Uhr.
Mich um Candlelight fürs Wochenende gekümmert.
10:33 Uhr.
Über Handicap International recherchiert.
10:55 Uhr.
Aus der Candlelight-Liederliste schon mal rausgenommen, was wir in den letzten Wochen schon gespielt haben.
11:11 Uhr.
Gespräch mit Frau Dr. Fischer von Handicap International geführt.
11:36 Uhr.
Interview geschnitten.
11:57 Uhr.
Nach Spendenkonto der Aktion Deutschland hilft gefahndet und An- und Abmoderation für den Beitrag geschrieben und das Hochladen angeleiert.
12:21 Uhr.
Carsten Albrechts Interview geladen und gehört. Als Infochef vom Dienst höre ich auch die Interviews durch, die von anderen Kollegen zur Verfügung gestellt werden.
12:29 Uhr.
Mails gelesen.
12:40 Uhr.
Tweets gelesen und Dateien der letzten Tage einsortiert. Mache jetzt Pause wegen wieder stärker gewordener Kopfschmerzen.
16:20 Uhr.
Pause beendet.
17:30 Uhr.
Mit Mirien Plarre die Kolumne für die kommende Woche aufgelesen und geschnitten.
Fertig. Arbeit beendet.
16.01.
18:45 Uhr: Arbeitsbeginn.
18:55 Uhr.
Neues Musikarchiv eingepflegt.
19:10 Uhr.
Andi Melofskis Platte angeschlossen, der hat Musik für die Party mitgebracht.
19:31 Uhr.
Instrumentals verteilt. Zwischen die Lieder der Party verteilen wir Unterleger für die Moderationen.
19:35 Uhr.
Twitterwerbung gemacht für die Party.
20:00 Uhr.
Party vorbereitungen beendet.
02:30 Uhr.
Party beendet. War mal wieder sehr schön.
17.01.
21:35 Uhr: Arbeitsbeginn.
21:55 Uhr.
Lieder aus der Liste geworfen und Musikwünsche für Candlelight gesucht. Manchmal habe ich dann an dem Abend doch keine Lust auf alle Lieder, die ich vorher ausgesucht habe.
22:00 Uhr.
Candlelight beginnt.
00:00 Uhr.
Sendung zuende.
00:03 Uhr.
Noch eine Mail gelesen und beantwortet.
Das war meine Arbeitswoche. Wie gesagt haben wir uns in unserer Freizeit viel mit dem dritten Römerkrimi vergnügt.
Ab dieser dritten Woche will ich wieder ausführlicher schreiben, hoffentlich klappt es.
Und hier noch ein paar interessante Links. Die Klangoleser kann ich nur bitten, übers Web zu gehen und die Links zu verfolgen. Sie haben sich in der letzten Woche so angesammelt.
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